Hochauflösende Mikroskopiesysteme von Macro bis Nano

01 Apr 2008 - München, Deutschland

Rote Zeitungen
Analytica 2008: Leica Microsystems präsentiert das weltweit erste Super-Zoom Konfokalmikroskop


Auf der weltgrößten Fachmesse für Lösungen rund um Labortechnik und Lebenswissenschaften präsentiert Leica Microsystems bahnbrechende Technologien in der Konfokal- sowie in der Stereomikroskopie für die höchste Auflösungen vom Macro- bis zum Nanobereich.

Eines der Highlights ist das weltweit erste Super-Zoom 3D-Konfokalsystem Leica TCS LSI. Sein auto-matisierter Zoom erlaubt einen dynamischen Vergrößerungswechsel vom Übersichtsbild bis zum Detail mit freier 3D-Navigation durch die Probe – vom Embryo bis zur Zelle, von der Zelle bis zum Genom. Erstmals können so beisspielsweise Einflüsse von Gen-Defekten am lebenden Modellorganismus iden-tifiziert oder die Entwicklung von der Zelle bis zum ganzen Organismus detailgenau in-vivo untersucht werden. Das Leica TCS LSI vereint hohe konfokale Auflösung mit einem großen Sehfeld von bis zu 16 mm und ermöglicht eine einzigartige in-vivo-Bildgebung großer Proben.

Mit dem neuen Zoom-Konzept kann ganz ohne Objektivwechsel jeder Bereich der Probe ausgewählt werden. Die kontinuierliche und parallax-freie Anpassung der Vergrößerung wird durch die apochromatische Leica Z16 APO A 16:1 Super-Zoom-Optik erreicht, die eine dynamische Vergrößerung von 0,57x bis 9,2x bietet. Das Leica Z6 APO A 6:1 deckt einen Bereich von 0,57x bis 3,6x ab. Mit der Advanced Time Lapse Software laufen 4D-Experimente vollständig automatisiert ab. So lassen sich beispielsweise Protein-Interaktionen oder Wirkstofftests einfach und ohne manuelles Einstellen während des Experiments untersuchen.

Das erste Konfokalsystem, das sich der Probe anpasst
Erst vor wenigen Wochen hat Leica Microsystems das neue Leica TCS SP5 X Superkontinuum Konfokalsystem auf den Markt gebracht, das bisher unerreichte Freiheit und Flexibilität in der Fluoreszenzmikroskopie bietet und Resultate sichtbar verbessert. Die Innovation des Superkontinuumlasers liegt darin, dass der Forscher für die Anregung der Proben nun die freie Auswahl jeglicher Wellenlängen im Bereich von 470 bis 670 nm hat. Das Leica TCS SP5 X passt sich exakt an jede vorhandene und jede zukünftige Fluoreszenzfärbung an. Die optimale Einstellung der Anregungslinie geschieht bis auf einen Nanometer genau. Dadurch werden Kreuzanregung und Probenschäden auf ein Minimum reduziert. Zudem können mit dem Leica TCS SP5 X bis zu acht frei wählbare Anregungslinien gleichzeitig eingesetzt werden.

Die neue Dimension der Stereomikroskopie
Mit dem Leica M205 C mit seiner revolutionären FusionOptics™ eröffnet Leica Microsystems eine neue Dimension in der Stereomikroskopie. FusionOptics™ (zum Patent angemeldet) macht sich ein neurologisches Phänomen zunutze: Der linke Strahlengang liefert hohe Schärfentiefe, während der rechte Strahlengang ein Bild großer Auflösung bereitstellt. Das menschliche Gehirn kombiniert die besten Informationen aus beiden Kanälen zu einem Bild von bei Stereomikroskopen bislang nicht erreichter Auflösung und Schärfentiefe. Das Leica M205 C ist das erste Stereomikroskop der Welt mit einem voll apochromatisch korrigierten 20.5:1-Zoom. Im Zoombereich von 0.78x – 16x steigt die Auflösung kontinuierlich bis auf 1050 Lp/mm (Planapo-Objektiv 2x) an. Diese Leistungsklasse blieb Stereomikroskopen bisher aufgrund optischer Gesetze verschlossen.

Kleinstes faseroptisches Konfokalmikroskop für endoskopische in-vivo-Mikroskopie
Mit dem endoskopischen Konfokalmikroskop Leica FCM1000 können schonende Echtzeituntersuchungen an lebenden Tieren durchgeführt werden. In Hochgeschwindigkeit lassen sich zelluläre oder vasku-läre Prozesse beim einfachen Kontakt der flexiblen und minimal invasiven endoskopischen Mikrosonde mit dem zu untersuchenden Gewebe aufnehmen. Diese neue Methode erlaubt wiederholte Messungen sowie eine entsprechende Folgeanalyse von Lebendprozessen am selben Tier. Das innovative konfo-kale Fluoreszenzmikroskop Leica FCM1000 mit Faseroptik wurde von dem Pariser Unternehmen Mau-na Kea Technologies, einem Partnerunternehmen von Leica Microsystems, entwickelt. Das Mikroskop ist speziell für in-vivo- und in-situ-Bildgebung bei kleinen Tieren optimiert.

Hochpräzises Lasermikrodissektionssystem für kleine und große Proben
Für neue Forschungsperspektiven in Proteomics und Genomics, Toxikologie und Neurobiologie bietet Leica Microsystems das Leica LMD6000 Lasermikrodissektionssystem. Mit automatisierter Zellerkennungssoftware und einem integrierten Scanningtisch mit einer Haltevorrichtung für bis zu drei Proben ermöglicht das neue Lasermikrodissektionssystem höchsten Probendurchsatz in kürzesten Zeitintervallen. Dank verbesserter Optik und Präzisionssteuerung des Lasers lassen sich mit dem Leica LMD6000 sehr kleine Objekte wie einzelne Zellen bei hohen Geschwindigkeiten aber auch große Zellareale in einem Stück hochpräzise selektieren. Diodenlaser mit exzellentem Strahlprofil und hoher Leistungsdichte ermöglichen eine einfache und präzise Bearbeitung aller Probenarten: Auch dicke und harte Proben sind für den kraftvollen Diodenlaser, der auf neuesten Entwicklungen in der Lasertechnologie basiert, kein Problem. Aufgrund optischer Lasersteuerung existieren keine Einflüsse auf die Ergebnisse durch Tischbewegungen während des Schneidevorgangs.

Hochwertige Gefrierschnitte – einfacher, sicherer und schneller
Jetzt können hochwertige Gefrierschnitte, wie sie in der Pathologie benötigt werden, einfacher, sicherer und schneller hergestellt werden – dank der neuen Kryostatplattform Leica CM1950. Die Plattform umfasst ein Standardgerät sowie eine Reihe von Zusatzoptionen, mithilfe derer jedes Labor seinen eigenen maßgeschneiderten Kryostat zusammenstellen kann. Um sicherzustellen, dass der Leica CM1950 die hohen Erwartungen von Kryostat-Anwendern erfüllt, hat Leica Microsystems zwei wichtige Merkmale integriert: das Kühlsystem CryoZone™ und ein optionales Vakuum-Schnittabfallentsorgungssystem. Das CryoZone-System reguliert eine Zone einheitlich kalter Luft in den wichtigen Bereichen der Gefrierkammer. Das optionale Vakuumsystem spart Zeit, indem es das Zusammenrollen der Schnitte reduziert, und erhöht die Bedienersicherheit durch Beseitigung von Schnittabfällen. Beim Arbeiten mit den Leica CM1950 Kryostaten können sich die Bediener darauf verlassen, dass für ihre Sicherheit bes-tens gesorgt ist. In Fachkreisen bestehen zunehmende Bedenken hinsichtlich biologischer Risiken und mangelnder Ergonomie der Arbeitsabläufe. Bei der Leica CM1950 Plattform werden diese Bedenken durch herausragende Ergonomie, optionale Vakuum-Schnittabfallentsorgung und hohen Schutz vor biologischen Risiken durch die von Leica Microsystems entwickelte UVC-Desinfektion und antibakterielle AgProtect™ Nanosilber-Beschichtung ausgeräumt.

Effiziente Hochdruckgefriereinrichtung für EM-Proben
Die Hochdruckgefriereinrichtung Leica EM PACT2 setzt für das anschließende Schneiden und Beobachten unter einem Elektronenmikroskop neue Maßstäbe in der Kryofixierung. Die Leica EM PACT2 erzielt eine exzellente Gefrierleistung bis zu einer Probeneinfriertiefe von 200 µm. Das Gerät wird zusammen mit einem Kompressor auf einem Wagen geliefert und bietet volle Mobilität. Das Hydrauliksystem arbeitet mit jeder Flüssigkeit, und die neue Ladevorrichtung ist wartungsfrei. Der Verbrauch an Flüssigstickstoff (LN2) ist äußerst niedrig und beträgt ca. 25 Liter pro Tag. Probenträger sind für unterschiedlich geformte Proben sowie zahlreiche Folgeverfahren einschließlich Gefriersubstitution, Tieftemperaturschneiden, Cryoplaning und Gefrierbruch erhältlich.