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SP8 DIVE Leica Leica Microsystems
Dünndarm einer Confetti-Maus. Zelllinienverfolgung. Cyan: CFP, grün: GFP, gelb: YFP, rot: RFP. Dickdarmkrebsforschung. Probe mit freundlicher Genehmigung von Jacco van Rheenen, Universität Utrecht, Niederlande.

Spektrale Freiheit mit 4Tune

Die Anzahl transgener Marker nimmt schnell und ungebrochen zu. Das SP8 DIVE hält mit dieser Entwicklung Schritt, denn es lässt sich mit wenigen Mausklicks an alle vorhandene und neue transgene Marker anpassen.

Die spektrale Freiheit resultiert aus der neuen, bahnbrechenden 4Tune-Technologie für non-descanned Detektion.  Den 4Tune Detektor können Sie an alle Situationen Ihrer Fluoreszenz-Emissionen anpassen und auch stärker überlappende Signale noch ohne mathematische Hilfsmittel auftrennen.

Mit dem SP8 DIVE erfassen Sie doppelt so viel Fluoreszenzsignal. Das bedeutet größere Eindringtiefe und höhere Aufnahmegeschwindigkeit oder verringerte Phototoxizität bei der In-Vivo-Bildgebung. 

„Herkömmliche dichromatische Filter sind nie perfekt genug, um alle Fluorophore zu unterscheiden. Mit den Spektraldetektoren ist das jetzt möglich – und auch viel einfacher, weil wir nun tatsächlich die Wellenlänge für jeden Fluorophor optimieren können, den wir erfassen wollen."

Prof. Dr. Jacco van Rheenen. Universität Utrecht, Niederlande

Alberto Diaspro

Istituto Italiano di Tecnologia (IIT), Genua

„Großartig für die weitere Verbreitung der Multiphotonenmikroskopie in unserer Zeit! Es ist ein großer Sprung, was die erweiterte Palette der Anwendungen und die Lösung vieler Probleme im Zusammenhang mit der Vielfalt an Proben angeht. Besonders bemerkenswert ist die wirkungsvolle Kombination von SHG und Zweiphotonenaufnahmen.

Ich denke, die Möglichkeit zur Kombination mit anderen Leica-Lösungen und Produkten einschließlich STED-Modulen macht diese Architektur flexibel für die Anforderungen verschiedener Experimente hinsichtlich räumlicher und zeitlicher Auflösung und zukünftiger Fluorophore und Methoden.

Mir gefällt die Möglichkeit, die Beleuchtung der hinteren Fokalebene durch Vergrößern und Verkleinern des Zweiphotonen-Anregungsstrahls kontrolliert zu steuern. Das ist großartig.“

Sophie Allart

Ingénieur de Recherche
INSERM, Centre de physiopathologie de Toulouse Purpan

„Es ist fantastisch, wegen der Modularität der Eigenschaften und Funktionen. Außerdem wirkt sich die Verwendung von Filterwürfeln vor den NDD-Detektoren auf die Auswahl der Fluorochrome aus, weshalb wir manchmal gezwungen waren, die Probenvorbereitung anzupassen und die Fluorochrome auszutauschen. Jetzt wird es viel einfacher. 

Ja, ich bin überzeugt. Ich mache jetzt seit zehn Jahren Zweiphotonenaufnahmen mit vier Farben. Daher ist das sehr interessant.“

Kees Jalink

Netherlands Cancer Institute

„Ich habe gerade eine Vorführung bekommen und bin verblüfft. Ich finde das absolut fantastisch. Es gibt uns alle Möglichkeiten, die wir im sichtbaren Licht zur Verfügung hatten, jetzt auch für Infrarot. Ihr habt wirklich großartige Arbeit geleistet.“

Ron Hoebe

LCAM, van Leeuwenhoek Centre for Advanced Microscopy, Universität Amsterdam

„Mir gefällt der neue Zweiphotonen-Spektraldetektor. Am meisten gefällt mir, wie er in die Software eingebunden ist.

Ich leite ein Bildgebungszentrum, und je einfacher es für die Benutzer ist, umso besser. Wir haben mehr als 200 Benutzer, und sie an sehr komplizierten Instrumenten zu schulen, kostet Zeit.

Je einfacher und selbsterklärender es ist, umso besser.“

Ammasi Periasami

W.M. Keck Center for Cellular Imaging, Virginia

„Mir gefällt die Wellenlängeneinstellung von 740 bis 920. Das bietet eine sehr gute Auswahlmöglichkeit in der Anwendung; ich meine, wie viele Wellenlängen man je nach Fluorophor verwenden möchte. Wenn man eine Wellenlänge verwendet und zwei oder drei Detektoren zum Herumspielen und Einstellen hat, sind das schon eine Menge Optionen. 

Das Signal-Rausch-Verhältnis ist sehr gut und bietet Flexibilität bezüglich der Emission.

Es ist zweifellos sehr wichtig, sich die Benutzerfreundlichkeit eines Systems anzusehen. Das ist es, wonach ich Ausschau halte. Seit ich mit Leica arbeite, beobachte ich die Benutzerfreundlichkeit bei Zweiphotonenanwendungen im Vergleich mit Einphotonenanwendungen.“

[Während dieser Vorführung auf der Focus on Microscopy 2017 wurden Daten von vier Labels sequenziell mithilfe des SP8 DIVE mit einem IR-Laser und zwei HyD-NDD-Spektraldetektoren erfasst. Anregung 740 nm (Alexa Fluor 350 für Schleim von Becherzellen, Sytox Green für Zellkerne); Anregung 920 nm (SHG für Kollagen, Alexa Fluor 568 Phalloidin für f-Aktin).]

Marc van Zandvoort

Universität Maastricht, Genetik und Zellbiologie

„Eine sehr schöne Erweiterung der vorhandenen Zweiphotonensysteme. Diese Erweiterung macht das System bei der Verwendung von Zweiphotonen-non-descanning-Detektoren viel flexibler. 

Bis jetzt war die Verwendung wegen der Notwendigkeit separater Filter sehr eingeschränkt. In diesem Sinne ist es eine sehr gute Erweiterung.“

Urs Ziegler

Leiter des Zentrums für Mikroskopie und Bildanalyse der Universität Zürich

„Es ist sehr flexibel und äußerst einfach zu verwenden. Man muss keine Filter per Hand wechseln, und man kann alle beliebigen Färbemittel verwenden. 

Am meisten schätze ich, dass man jemanden, der sich bereits mit Konfokalmikroskopie auskennt, im Grunde genommen nicht mehr in die Software einweisen muss. Man muss keine Filter manuell wechseln. DIVE ist einfach zu verwenden, da es das Kombinieren verschiedener Filter und Färbemittel übernimmt. Es ist zwar möglich, das selbst zu tun, aber es ist nicht einfach. Das ist bereits ein erheblicher Vorteil.

Und offenbar kann man in Lebendgewebe verschiedene Färbemittel verwenden, sowie Second Harmonic und Third Harmonic. Mit dem SP8 DIVE ist das sehr, sehr leicht. Ich glaube, das ist ein großer Schritt nach vorn.“

In-Vivo-Aufnahmen leicht gemacht – mit dem 4Tune-Detektor

Der Non-Descanned-Detektor 4Tune lässt sich mit zwei bis vier Detektoren ausstatten. Dabei haben Sie die freie Wahl zwischen Hybriddetektoren (HyDs), Photomultipliern (PMTs) oder einer Kombination von beiden. Das Emissionslicht wird durch eine Kombination mehrerer variabler dichromatischer Teiler und Bandpassfilter getrennt. Der Einstellbereich reicht von 380 bis 800 nm.

Optimieren Sie die Emissionseinstellung für mehrere transgene Marker über die Benutzeroberfläche des 4Tune einfach per Maus. Durch das übersichtliche und intuitive Design ist die Bedienung einfach und erfordert nur ein Minimum an Einarbeitung.

Mit dem SP8 DIVE sind Sie für alle existierenden und neu entwickelten transgenen Marker gerüstet und auf zukünftige Entwicklungen vorbereitet!

Oben: Schneller Anstieg der Marker
Unten: 4Tune Benutzeroberfläche
Mäusebein. Muskelfaser markiert mit Rab5-GFP. IRAPO 40x 1.1. Links: Beste Auflösung. Rechts: Hohe Eindringtiefe.
Bei der Einstellung für hohe Eindringtiefe wird die Helligkeit ungefähr verdoppelt. Dadurch wird die Eindringtiefe erhöht. Probe mit freundlicher Genehmigung von Prof. Rudolf, Hochschule Mannheim.

Forschen Sie in ungeahnten Tiefen

Das SP8 DIVE können Sie auf die Visualisierung tief in Proben oder auf feinste Details einstellen. Mit dem neuen Vario Beam Expander (VBE) läßt sich die Anregungsbeleuchtung für jedes Objektiv unabhängig voneinander optimal einstellen.

Der VBE ermöglicht eine optimale Kolokalisierung und die passenden Balance zwischen Auflösung und Tiefe für die jeweilige Forschungsaufgabe.

Optimale Tiefe und Auflösung mit dem Vario Beam Expander

Der Leica Vario Beam Expander (VBE) ermöglicht die Einstellung von Strahldurchmesser und Divergenz. Mit dieser Technologie erreichen Sie maximale Eindringtiefe, bestmögliche Auflösung sowie vollständige Farbkorrektur. 

Einstellbarer Strahldurchmesser für die optimale Balance zwischen Auflösung und Tiefe (oberes Bild)

Die optimale Balance zwischen Auflösung und Energieeintrag erzielen Sie durch die Einstellung des Strahldurchmessers. Durch Aufweiten des Strahls ergibt sich eine homogene Beleuchtung der hinteren Fokalebene. In Kombination mit einer hohen numerischen Apertur erreichen sie maximale Auflösung.

Die Einengung des Strahls führt zu einer größeren Energiezufuhr in das Fokalvolumen, was eine bessere Durchdringung der Probe und damit Aufnahmen in tieferen Schichten ermöglicht. Mit dem VBE können Sie die Strahlen für bis zu vier verschiedene Infrarotwellenlängen unabhängig voneinander einstellen, um die optimale Balance zwischen Auflösung und Tiefe zu erreichen.

Einstellbare Strahldivergenz für vollständige Farbkorrektur (unteres Bild)

Durch die Vorgabe einer einstellbaren Strahldivergenz wird die axiale Farbaberration verschiedener IR-Wellenlängen korrigiert. Dadurch können Sie ein und demselben Fokus im Präparat mit bis zu vier IR-Wellenlängen anregen.

Einstellung von Tiefe und Auflösung mit dem Vario Beam Expander.
Maustibia. Gestreifter Muskel. Morphologische Analyse der Entwicklung neuromuskulärer Verbindungen. Grün: GFP – Rab 5 (GTPase, Endosomen). Rot: mCherry – Bif 1. Grau: AF647 – Alpha-Bungarotoxin (NMJ). Probe mit freundlicher Genehmigung von Prof. Rüdiger Rudolf, Institut für Molekular- und Zellbiologie, Hochschule Mannheim, Deutschland.

Reproduzierbare Ergebnisse bei mehrfarbigen In-Vivo-Aufnahmen in tiefem Gewebe

Mehrfarbige Anregung: Sie können in einem einzelnen Experiment mehrere transgene Marker anregen und perfekt  farblich auftrennen.  Auch präzise lokal begrenzte Lichtmanipulation in einem beugungsbegrenzten Volumen ist möglich – bei gleichzeitiger Bildaufzeichnung. Das SP8 DIVE kann mit bis zu drei einstellbaren Anregungslinien gleichzeitig ausgestattet werden, die durch akusto-optische Modulation ausbalanciert werden. Da die Laser bis zu 1300 nm durchstimmbar sind, können Sie für Multiphotonenexperimente sogar rote und tiefrote Färbemittel verwenden. Die geringere Streuung ermöglicht ein tieferes Eindringen und führt zu hellen, detailreichen Bildern tieferer Schichten.

TuneIR – aussagekräftige Erkenntnisse durch  gleichbleibend optimale Instrumentenbedingungen: Um jederzeit gleichbleibend exakte Ergebnisse zu erhalten, sind zuverlässige und stabile Bedingungen für das Instrument und die Infrarot-Beleuchtung unverzichtbar. Um dies zu gewährleisten kombinieren wir einen neuentwickelten Strahlfänger mit unserem Vario Beam Expander. Diese Systeme sind in der Beleuchtungseinrichtung TuneIR zusammengefaßt. Wir bieten Ihnen reproduzierbare und optimale Aufnahmebedingungen für bis zu drei einstellbare Anregungsleitungen sowie eine perfekte Kolokalisierung mehrerer Marker.

Vielseitig und zukunftssicher

Das SP8 DIVE baut auf der vielseitigen SP8-Plattform auf.

Die gesamte SP8-Produktpalette von der Konfokalmikroskopie mit Superauflösung bis zur STED-Nanoskopie kann mit dem SP8 DIVE kombiniert werden.

Erweitern Sie die Plattform bei Bedarf und entsprechend Ihrer Forschungsprojekte – jetzt und in der Zukunft.

Oben: Versatile platform SP8 (links), Nanoscopy (Mitte), Super-Resolution (rechts)
Unten: CARS (links), Light Sheet (Mitte), SMD (rechts)