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Gute Gründe für die Verwendung eines Dentalmikroskops

Interview mit Endodontie-Experte Dr. Thorsten Wegner

Mit seiner hohen Vergrößerung und der Koaxialbeleuchtung ermöglicht das Dentalmikroskop eine verbesserte Visualisierung, die die Diagnose und Behandlung unterstützt. Die Dokumentationsfunktionen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in einer modernen Zahnarztpraxis, da dadurch das Patientengespräch wirkungsvoll unterstützt wird.

Wir haben mit Dr. Thorsten Wegner, einem in Stadthagen, Deutschland, ansässigen Endodontie-Experten gesprochen um herauszufinden, warum er das Mikroskop für alle Behandlungsabläufe in seiner Praxis einsetzt.

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Wie lange arbeiten Sie schon mit einem Dental-Microkop? Und warum haben Sie sich zu dieser Anschaffung entschlossen?

Dr. Wegner: Ich arbeite jetzt seit fünf Jahren mit dem Dentalmikroskop Leica M320. Meiner Entscheidung zur Anschaffung eines Mikroskops gingen ein Messbesuch und Gespräche mit einem Kollegen voraus. Dabei konnte ich mich von den Vorteilen überzeugen, die ein Dentalmikroskop für meine endodontischen Abläufe bringt. Ich lernte sehr schnell die Vorteile der Ad-hoc-Dokumentation schätzen. Der bisherige Ablauf war recht kompliziert und aufwändig: Patient untersuchen, Fotos der betreffenden Bereiche mit einer Intraoralkamera aufnehmen und dann die Aufnahmen mit dem Patienten besprechen. Jetzt kann ich einfach den gesamten Vorgang mit einem Blick durch das Mikroskop starten, während der Untersuchung Fotos aufnehmen und sie direkt im Anschluss mit dem Patienten auswerten, ohne dazu eine Kamera auspacken zu müssen.

Das Mikroskop kann den Behandlungsplan vollständig umkrempeln.

Für welche Behandlungen verwenden Sie das Dantalmikroskop?

Dr. Wegner: Angefangen mit der Untersuchung und der Diagnose verwende ich das Dentalmikroskop in allen Aspekten meiner Arbeit, insbesondere bei der restaurativen und prothetischen Zahnheilkunde und der Endodontie. Das Mikroskop ist ein großer Gewinn für viele Abläufe: komplizierte Absaugungen von Wurzelfragmenten können beispielsweise viel einfacher mit einem Mikroskop vorgenommen werden.

Bei Wurzelspitzen-Resektionen ist die Fokussierung bedingt durch den eingeschränkten Zugang zu den retrograden Bereichen mit einer Lupe und einem Spiegel sehr schwierig. Die Lupenvergrößerung ist einfach nicht stark genug, um alles gut zu erkennen. Mit einem Mikroskop kann ich eine Vergrößerung von 8x, 16x oder 20x wählen, um genau das zu sehen, was ich sehen möchte. Es ist beeindruckend, wenn man vergleicht, was man vorher sehen konnte und was heute mit dem Mikroskop wirklich sichtbar wird!

Ich kann die Vorteile des Mikroskops an zwei wirklich einfachen Beispielen beschreiben, mit denen ich es in meiner Praxis jeden Tag zu tun habe: Durchführung einer Füllung mit einem okklusalen Füllbereich und Vorbereitung eines Zahns für eine Krone. Wenn wir eine Füllung mit einem okklusalen Füllbereich vornehmen, tritt immer das Problem von Fissuren im Zahn auf. Diese Fissuren können unter Umständen bereits infiziert sein, d.h. kariös. Das lässt sich in der Regel mit bloßem Auge nicht feststellen. Selbst mit der Lupe erhält man keine vollständige Gewissheit. Dagegen kann ich mit einem Mikroskop exakt festlegen, wie weit die Füllung reichen muss um sicherzustellen, dass sämtliche verfaulte Areale vom Fissurbereich entfernt wurden.

Das zweite Beispiel ist die Vorbereitung eines Zahns für eine Krone und eine Aufbaufüllung. In diesen Fällen sind oftmals Mikrofrakturen am Boden von Kavitäten oder an proximalen Wandflächen vorhanden, die eine vollständige oder partielle Überkronung ausschließen. Die zusätzlichen visuellen Informationen, die das Mikroskop liefert, können zur Folge haben, dass Sie Ihren Therapieplan überdenken oder zum dem Schluss kommen, dass der Zahn nicht mehr zu retten ist. Wenn Sie beispielsweise eine Fissur bei 1/5 entdecken, die sich von den Zahnzwischenräumen bis zum Boden der Kavität erstreckt, müssen Sie den Zahn ziehen, anstatt einen Stiftaufbau vorzunehmen, und ihn durch ein Implantat ersetzen.

In solchen Fällen wird durch die Verwendung eines Mikroskops der gesamte Therapieplan umgekrempelt. Das Mikroskop kann also helfen, Fehler zu vermeiden.

Was halten Sie von den Dokumentationsfunktionen Ihres Dentalmikroskops?

Dr. Wegner: Die technischen Merkmale des Leica M320 sind außergewöhnlich. Die Dokumentationsfunktionen haben sich als extrem nützlich erwiesen, z.B. für die Aufnahme von Fotos für Prothesen. Ich kann diese Fotos dann ins Labor schicken und mit dem Laborteam die nötigen Maßnahmen abklären.

Ein weiterer großer Vorteil der Dokumentationsfunktionen sind natürlich die sich dadurch ergebenden Möglichkeiten für die Kommunikation mit dem Patienten. Ich kann z.B. einen Zahn fotografieren und dem Patienten zeigen, warum er unserer Meinung nach nicht erhalten werden kann. Das Foto macht es dem Patienten leichter, diese Entscheidung zu verstehen. In diesem Moment merkt der Patient sofort, wie nützlich das Mikroskop ist, und lernt die Qualitätsorientierung unserer Praxis zu schätzen.

Wir verwenden ein 40-Zoll-Display und können Patienten nicht nur die reinen Bilder zeigen, sondern dank der Möglichkeiten der Kamera auch vergrößerte Bilddetails. Ein anderer Aspekt, in dem die integrierte Kamera des Leica M320 gegenüber Geräten anderer Hersteller punktet, ist die Hygiene. Dank seiner homogenen Oberfläche und dem Spritzschutz kann das Mikroskop einfach und problemlos mit einem Desinfektionsmittel abgewischt werden.

Wie gefällt Ihnen das Beleuchtungskonzept des Leica M320?

Dr. Wegner: Wir haben in unserer Praxis sechs Behandlungszimmer und einen OP-Raum. In der Vergangenheit mussten wir also oft die Glühlampen wechseln. Durch die LED-Beleuchtung mit einer Lebensdauer von bis zu 60.000 Stunden ist das aber kein Thema mehr. Außerdem gefällt mir die Farbe der LEDs besser als die einer Halogenbeleuchtung. Und es gibt eine Sache, die man nicht vergessen darf: ein Mikroskop muss die Anforderungen von Ärzten aller Altersgruppen erfüllen. Die Möglichkeit, die Helligkeit stufenlos anzupassen, ist daher extrem wichtig. Je älter man wird, umso mehr Beleuchtung benötigt man. Deshalb bin ich froh, dass ich die Beleuchtung reduzieren kann.

Ein 50-jähriger benötigt doppelt so viel Licht wie ein 25-jähriger, um dasselbe Bild gleich scharf zu sehen.

Das Leica M320 bietet so viel Licht und so viele Möglichkeiten für die Feinstellung, dass ich in jeder Situation das Gefühl habe, dass ich bestens ausgerüstet bin.

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