Weniger Aufwand bei der täglichen Sauberkeitsanalyse - Sofort einsatzbereite Analyzer Workflow Lösungen

Frau Dr. Ecke können Sie uns in 3 Sätzen erklären, was die Analyzer Workflow Lösungen sind?

Der Kunde musste bisher aus vielen verschiedenen Einzelkomponenten sein System zusammenstellen. Die Analyzer Workflow Lösungen hingegen sind Gesamtsysteme, welche genau den Anforderungen des Kunden entsprechen und eine optimale Overall Performance bieten. Der Anwender kann sofort mit der Analyse starten und schnelle und sichere Analyseergebnisse erzeugen und damit die Qualität seiner Produkte kontrollieren bzw. Prozesse optimieren.

Was war die treibende Kraft bei der Erstellung der Analyzer Workflow Lösungen? 

Die treibende Kraft bei Leica Microsystems ist immer unsere Kunden. Wir identifizierten wiederkehrende Problemstellungen unserer Kunden und aufgrund dieser kreierten wir zunächst acht verschiedene Analyzer Workflow Lösungen. Dabei war uns wichtig, dass die Komponenten ideal aufeinander abgestimmt sind und sofort einsatzbereit sind. Das Anwendungsgebiet ist je nach Applikation und Workflow sehr eng gefasst wie z. B. bei den Analyzern für technische Sauberkeit oder etwas weiter gefasst wie z. B. bei den Analyzern für Metallografie.

Welche Features kann der Kunde bei den Analyzer Workflow Lösungen erwarten?

Zunächst kann der Anwender eine sehr hohe Leistung erwarten, die ihm akkurate, sichere und schnelle Ergebnisse liefert. Bei den Analyzern Workflow Lösungen ist alles digitalisiert und der hohe Automatisierungsgrad gewährleistet eine effiziente und schnelle Bedienung. Alle Analyzer sind auf einen speziellen Workflow zugeschnitten und fokussieren sich damit auf spezifische Aufgabenstellungen. Die Analyzer kommen alle mit Mikroskop, einer Digitalkamera, einem PC sowie einer Schulung und sind direkt einsatzbereit.

Frau Dr. Ecke Sie als Expertin für technische Sauberkeit, können Sie uns erklären vor welchen Herausforderungen die Qualitätskontrolle derzeit steht und wie Leica Microsystems auf diese Herausforderungen eingeht?

Vor allem die stetige Miniaturisierung, die höheren Leistungsdichten und die sicherheitsrelevanten Elektronikkomponenten- und -systeme, stellen die Qualitätskontrolle, insbesondere die Sauberkeitsanalyse vor neue Herausforderungen. Es reicht nicht mehr nur die Größe eines Partikels zu ermitteln, sondern es wird immer zentraler, die Materialart der Partikel bestimmen zu können, hat diese doch einen entscheidenden Einfluss auf das Schadenspotential. Zusätzlich wird die Qualitätskontrolle immer zeitkritischer und die Sauberkeitsanalyse sollte am besten in die tägliche Routine eingebaut werden können. Unsere maßgeschneiderten Analyzer für technische Sauberkeit gehen auf diese Herausforderungen ein, indem der Anwender nur noch die Messvorschriften auswählen muss um dann schnell und akkurat analysieren zu können. Zusätzlich zu der optischen Analyse braucht der Kunde häufig eine chemische Analyse, die meist sehr komplex ist, und oftmals nur von Experten durchgeführt werden kann.  Mit dem LIBS System (Laser Induced Breakdown Spectroscopy) erhält der Kunde die richtige Technologie an die Hand um metallische Legierungen und anorganische Verbindungen sicher und schnell zu analysieren und darauf zu reagieren.

Was ist das LIBS System und wie unterscheidet es sich von anderen Analysenmethoden?

LIBS steht für Laser Introduced Breakdown Spectroscopy und ist eine recht junge Technologie. Das LIBS Modul beinhaltet eine Laser- und eine Spektrometereinheit und kann als Erweiterung in ein DM6 Mikroskop integriert werden. Es gibt dem Kunden die Möglichkeit zwischen der optischen und der chemischen Analyse flexibel zu wechseln. Im Gegensatz zu der Element- Analyse, beispielsweise dem REM EDX, wird nur ein System für die optische und chemische Analyse benötigt. Die Systemlösung ist deshalb sehr platzsparend, muss nicht in einem Reinraum untergebracht werden und es braucht keinen Transfer der Proben, was wiederum aufwendig ist und zu Unsicherheiten im Ergebnis führen kann. Zudem ist die Analyse mit LIBS ortsunabhängig und bietet jederzeit eine Überprüfung der Ergebnisse. Der optische Modus ist nur einen Mausklick entfernt. Für die Bedienung von LIBS wird keine spezielle Ausbildung benötigt und kann daher von angelernten Mitarbeitenden durchgeführt werden.

Was sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Analyzer Workflow Lösungen für technische Sauberkeit: Micro Analyzer für technische Sauberkeit, Macro Analyzer für technische Sauberkeit und Chemical Micro Analyzer für technische Sauberkeit?

Die Analyzer Workflow Lösungen richten sich ganz nach den Bedürfnissen unserer Kunden. Das bedeutet, dass der Kunde das bekommt was er wirklich benötigt. Wenn ein Kunde nur größere Partikel erkennen muss und es keine chemische Analyse erfordert, dann ist der Macro Analyzer für technische Sauberkeit genau das richtige für ihn. Doch falls es nötig ist kleinere Partikel normgerecht zu erkennen, empfehlen wir den Micro Analyzer für technische Sauberkeit. Wenn dies nicht ausreicht und die Kombi von optischer und chemischer Analysefunktion benötigt wird, ist der Chemical Micro Analyzer für technische Sauberkeit die richtige Wahl.

Leica Microsystems bereitet den Kunden auf die Zukunft vor – wie ist der Endkunde bei den Analyzer Workflow Lösungen für technische Sauberkeit auf die Zukunft vorbereitet?

Wir bereiten unsere Kunden in vielerlei Hinsicht auf die Zukunft vor, z. B. mit der Nachrüstbarkeit durch LIBS – mit dieser Erweiterung kann der Micro Analyzer ganz einfach und vor Ort zu einem optisch-chemischen Analysesystem nachgerüstet werden. Neben der hervorragenden Optik ist die Software ein wichtiges Zubehör und entscheidend für die Zukunftsfähigkeit. Wir aktualisieren diese stetig und bieten dem Kunden individuelle Anpassungsmöglichkeiten. Zusätzlich spart der Kunde durch den hohen Automatisierungsgrad unserer Produkte viel Zeit und Kosten ein, bedarf es doch nur einer kurzen Schulung bevor die Analyse startklar ist.

Warum wird die Automatisierung in der Mikroskopie immer zentraler? Was für ein Grad an Automatisierung ist in den Analyzer Workflow Lösungen für technische Sauberkeit vorhanden?

Hier führe ich gerne das Beispiel des Fensterhebers im Auto an. Früher musste man das Fenster im Auto per Hand hochkurbeln. Ein elektrischer Fensterheber gehörte dazumal zur Sonderausstattung doch nun gehört er zur Grundausstattung jedes Autos. Die Automatisierung wird vorausgesetzt. In der Mikroskopie entwickelt es sich in die gleiche Richtung, die Automatisierung wird immer mehr zum State of the Art. Dadurch wird der Benutzereinfluss verringert und die Fehlerquote eingegrenzt, was wiederum zu sicheren Ergebnissen führt. Die Analyse wird effizienter und zuverlässiger.

UNIVERSITÄTEN

Warum sollten Analyzer Workflow Lösungen für technische Sauberkeit in der Ausbildung von Ingenieuren mit einbezogen werden?

Produktsauberkeit ist erst seit ein paar Jahren Teil des Ingenieursstudiums. Durch die Komplexität und Miniaturisierung von Produkten und Produktteilen hat es die Produktsauberkeit nun auch in das Curriculum der Ingenieurswissenschaften geschafft. Was ich sehr begrüße, denn Ingenieure müssen darauf vorbereitet sein, Produkte zu planen, die auch produzierbar sind und dabei spielt die Produktsauberkeit eine zentrale Rolle. Die Analyzer Workflow Lösungen für technische Sauberkeit eignen sich bestens dazu den angehenden Ingenieuren aufzuzeigen, was Sauberkeit für die Produktsicherheit bedeutet und welcher Aufwand hinter der Produktsauberkeit steckt.

AUTOMOBIL

Inwiefern profitiert die Qualitätskontrolle in der Automobil Industrie von der Nutzung der Analyzer Workflow Lösungen für technische Sauberkeit?

Der große Vorteil der Analyzer Workflow Lösungen für technische Sauberkeit ist, dass diese sehr einfach in den alltäglichen Produktionsprozess eingebettet werden können. Mit den Analyzer Workflow Lösungen für technische Sauberkeit sind Automobil Hersteller bestens gerüstet die Produktsauberkeit im Entwicklungsbereich sowie im operativen Geschäft zu analysieren und vor Ort sofort einzugreifen. Häufig wird nicht bedacht, dass ein sauberes Produkt ein Qualitätsmerkmal ist und für die Güte des Produktes steht.

ELEKTRONIK

Die technische Sauberkeit in der Elektronik wird immer anspruchsvoller, wie kommen die Analyzer Workflow Lösungen für technische Sauberkeit hier dem Kunden entgegen?

Elektronikkomponenten werden immer mehr in sicherheitsrelevante Systeme verbaut, die höchste Anforderungen an die Sauberkeit stellen. Dazu kommt, dass viele der verbauten Materialien leitfähig sind und z. B. metallische Partikel erzeugen. Dabei hat Aluminium eine andere Leitfähigkeit als Kupfer, was einen Einfluss auf das Schadenspotential hat und z. B. zu Kurzschlüssen führen kann. Der Hersteller muss die Möglichkeit erhalten nicht nur die Partikelgröße, sondern auch das Material des Partikels zu identifizieren, ohne viel Zeit im Produktionsprozess zu verlieren. Unser LIBS System bietet genau dies: einen schnellen und einfachen Wechsel zwischen optischer und chemischer Analyse, eingebettet in der Routine. Hinzu kommt eine hohe Automatisierung, die den Benutzereinfluss minimiert und die Fehlerquote stark eingrenzt.

Ist es nicht schwierig eine Analyzer Workflow Lösung für die verschiedenen Anforderungen der unterschiedlichen Industrien zu erstellen? Wie hat es Leica trotzdem geschafft einen gemeinsamen Nenner zu finden?

Zunächst war es uns wichtig einfache und sichere Systeme zu schaffen, die dem Kunden das bietet, was er wirklich braucht. Der gemeinsame Nenner bei der Zusammenstellung der Analyzer Packages war die Art, wie der Kunde etwas nutzt sowie die Software. Welches optische System dann eingesetzt wird, hängt von den Anforderungen an die Produktsauberkeit ab. Die Basis stellt die Software und die spezifischen Einstellungen, das optische Gerät richtet sich dann nach der Größe der zu analysierenden Partikel oder ob eine chemische Analyse benötigt wird. Damit können wir dem Kunden immer die optimale Lösung vorschlagen.

Was kann der Kunde bei den Analyzer Workflow Lösungen für technische Sauberkeit bezüglich der Software erwarten?

Wir bieten eine moderne Softwareplattform, die mit Windows 10 kompatibel ist und andauernd von uns auf den neuesten Stand gebracht wird. Die vorkonfigurierte Software für technische Sauberkeit in den verschiedenen Analyzer Workflow Lösungen gewährleistet einen schnellen Start der Analyse, normgerecht und gemäß den aktuellen Standards. Der Supervisor erhält die Flexibilität Parameter anzupassen und proaktiv zu ändern. Weitere Module können jederzeit dazu gekauft werden, falls sich externe und interne Anforderungen ändern und eine Anpassung der Analyse notwendig sein sollte.

Die Schulung der Anwender auf ein neues Gerät braucht ja meist sehr viel Zeit. Wie lange braucht es um einen Anwender auf die Analyzer Workflow Lösung zu schulen?

Die Schulung auf die Analyzer Workflow Lösungen braucht maximal 1 bis 2 Tage. Der Kunde erhält bei der Installation eine Kurzeinführung und zu einem späteren Zeitpunkt einen zusätzlichen Applikationstag für eine ausführliche Einführung. Bei der Installation wird das Produkt kalibriert und das System erklärt. Am darauffolgenden Applikationstag werden die aufgekommenen Fragen und die Anwendungen der Standards besprochen und geschult. Danach ist der Kunde arbeitsfähig. Wir stehen natürlich immer für etwaige Fragen per Telefon zur Verfügung doch auch der Online Support bietet eine gute Möglichkeit schnell, einfach und unkompliziert Anliegen zu lösen, damit der Kunde seine Sauberkeitsanalyse effizient und akkurat durchführen kann.

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