Entwicklung neuer, integrierter Cryo-Imaging-Lösungen

Wetzlar, 15. November. Leica Microsystems ist erfreut eine neue Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Strukturelle Systembiologie (CSSB) bekannt zu geben. Die Partnerschaft, die im Rahmen des Eröffnungssymposiums des CSSB verkündet wurde, sieht eine weitreichende Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnern bei der Entwicklung neuer integrierter Cryo-Imaging-Lösungen und der Einrichtung eines hochmodernen Zentrums für Mikroskopie vor.

Der Einsatz von Cryo-EM - einer bahnbrechenden Technologie, mit der biologische Proben tiefgefroren im nativen Zustand mit elektronenmikroskopischer Auflösung untersucht werden können - ist ein zentrales Forschungsgebiet des CSSB. Cryo-EM wurde erst kürzlich mit dem Nobelpreis für Chemie 2017 ausgezeichnet. Das Team um Professor Kay Grünewald versucht auf diesem Weg beispielsweise, entscheidende Schritte des Infektionsprozesses in Viren besser zu verstehen. Mit Cryo-Elektronen-Tomographie, einem der beiden Hauptverfahren der Cryo-EM, werden Moleküle unmittelbar in ihrer natürlichen zellulären Umgebung untersucht.

Die mit der Cryo-EM gewonnenen Informationen werden auch als Teil eines integrierten strukturbiologischen Ansatzes in Kombination mit Entdeckungen aus anderen Gebieten wie Biochemie, Kristallographie und Massenspektrometrie verwendet.

Das Zentrum für Strukturelle Systembiologie ist ein neues Forschungszentrum, das von zehn Partnern aus Norddeutschland unterstützt wird, darunter drei Universitäten und sechs Forschungsinstitute. Ziel ist es, ein führendes internationales Forschungszentrum in der Stadt Hamburg zu werden.

''Wir freuen uns die Partnerschaft mit dem CSSB bekannt zu geben. Die am CSSB vorhandene Expertise in den Feldern Cryo-EM und Lichtmikroskopie verbunden mit fundierten Kenntnissen in der Strukturbiologie, wird für die Weiterentwicklung unserer Lösungen in der Zusammenarbeit von unschätzbarem Wert sein'', so Christoph Thumser, Vertriebsleiter, Life Science Research, EMEA.

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