Von Samuraischwertern zu chirurgischen Instrumenten

Bei der Herstellung von chirurgischen Instrumenten spielen Mikroskope eine wichtige Rolle in der Qualitätsprüfung. Mikroscheren, die häufig bei neurochirurgischen Eingriffen verwendet werden, sind ein gutes Beispiel für die Wichtigkeit der Qualität und Zuverlässigkeit eines Instruments.

Das Unternehmen Takayama Instruments hat einen Marktanteil von 90% für mikrochirurgische Scheren in Japan und ist weltweit vertreten in den USA, Chile, Spanien, Frankreich, Griechenland und Deutschland. Über Generationen hinweg hat die Firma ein Schmiedeverfahren entwickelt und optimiert, das für die Herstellung der konkaven Klingen (“Naginata”) seiner mikrochirurgischen Scheren eingesetzt wird.

Für die Inspektion der Instrumente und andere Aufgaben werden in der Fabrikation Stereomikroskope von Leica wie das A60 F und S8 APO eingesetzt.

Ryushi Takayama erlaubte uns, ihn in der Fabrik seines Unternehmens in Tokio zu besuchen. Er erläuterte die technisch ausgereiften Verfahren, die bei der Herstellung mikrochirurgischer Scheren zum Einsatz kommen. Dabei betonte er auch die Bedeutung von Mikroskopen im Fertigungsprozess.

Bereits vor 120 Jahren wurde in Japan eine Schärfetechnik für die Herstellung der Naginata-Klinge mit einer extrem scharfen Kante und Spitze entwickelt. Diese Schleiftechnik wurde von Generation zu Generation für die Fertigung von feinsten chirurgischen Instrumenten weitergereicht. Heute kommt dieses historische Verfahren nur noch bei Takayama Instrument zum Einsatz.

Trotz der langen Tradition, die die Handarbeit im Unternehmen hat, werden heute bei der Bearbeitung auch 3D-CAD-Verfahren für die präzise Kontrolle eingesetzt. Bei der Instrumentenproduktion werden sowohl analoge als auch digitale Technologien genutzt. Aus diesem Grund arbeiten viele jungen Menschen in der Fabrik. Ryushi Takayama betonte außerdem, dass ein weltweit führender Hersteller von chirurgischen Instrumenten wie Takayama Instrument, ohne den Einsatz modernster Technologien, heute nicht mit dem Wettbewerb mithalten könnte.

Ryushi Takayama beschrieb zudem, wie die Stereomikroskope von Leica eine effiziente Inspektion der chirurgischen Instrumente ermöglichen. Bestimmte Mikroskopeigenschaften, wie beispielsweise das große Gesichtsfeld, die hohe Tiefenschärfe und die vielseitige Beleuchtung, sind für eine präzise und schnelle Inspektion entscheidend.

Hintergrund: Neurochirurgische Verfahren erfordern anspruchsvolle Fertigkeiten und chirurgische Instrumente, die nach strengen Vorgaben entwickelt wurden. Mikroscheren werden schon seit Jahren eingesetzt und gehören auch heute noch zur Ausrüstung von Neurochirurgen auf der ganzen Welt. Feinschnitte und Abschälen erfolgen in der Neurochirurgie unter einem Mikroskop. Der Arbeitsbereich ist begrenzt, das Gewebe ist brüchig, schwach und feine Blutgefäße müssen gedehnt werden. Für die Entfernung des Gewebes müssen daher Schnitte mit glatten Schnittflächen durchgeführt werden.

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