Leica Microsystems präsentiert 3D-Operationsmikroskop für die Ophthalmologie mit integrierter 3D-Technologie

Wetzlar, Deutschland. In einer ophthalmologischen Operation ist erstmals ein 3D-Operationsmikroskop von Leica Microsystems mit integrierter TrueVision-3D-Technologie eingesetzt worden. Der Eingriff wurde während des Frankfurt Retina Meetings, einem der weltweit größten Kongresse über die chirurgische Behandlungen von Netzhaut-Glaskörpererkrankungen, am 15. März 2014 live vom Klinikum Frankfurt Hoechst in das Kongresszentrum in Mainz übertragen. Die Operation führte Prof. Dr. med. Claus Eckardt, Direktor der Augenklinik des Klinikum Frankfurt Höchst durch. Mehr als 1200 Teilnehmer verfolgten im Kongresszentrum die Netzhautoperation auf mehreren Großbildschirmen.

Die Operationsmikroskope Leica M844 und Leica M822, die mit der 3D-Technologie von TrueVision ausgestattet sind, eröffnen eine neue Dimension in der Ophthalmologie: Durch die dreidimensionale Visualisierung des Operationsfeldes mussder Chirurg bei Katarakt- und Retina-Eingriffen während der Operation nicht mehr durch die Okulare schauen, sondern kann das OP-Feld auf einem großen Monitor betrachten – in ergonomisch komfortabler, aufrechter Körperhaltung und mit dem Arbeitsumfeld im Blick. Zudem sehen die Assistenten und das OP-Team erstmals denselben Bildausschnitt wie der Chirurg.

Der Hauptvorteil liegt darin, dass es durch digitale Verstärkung des Kamerasignals am Bildschirm möglich ist, intraokulare Strukturen mit einer niedrigen Lichtbelastung in einer Qualität darzustellen, die am Operationsmikroskop nur mit einer deutlich höheren Lichtintensität zu erzielen wäre. Das Risiko einer Netzhautschädigung durch eine zu hohe Lichtbelastung („Lichttoxizität“) wird somit verringert. Vor allem stellt die neue Technologie einen großen Fortschritt für minimalinvasive Eingriffe an der Netzhaut dar, bei denen man wegen der geringeren Gewebe-Traumatisierung dazu neigt, immer feinere Instrumente und Lichtsonden einzusetzen. Die damit verbundene schlechte Ausleuchtung kann jetzt durch die TrueVision-Technologie erstmals problemlos kompensiert werden.

„Mit der technischem Entwicklung auf diesem Gebiet machen wir einen immensen Fortschritt in der Netzhautchirurgie“, bestätigte Eckardt während der Live-OP in Frankfurt. „Würde mich jemand fragen, ob wir in zehn Jahren nur noch über Monitore operieren, müsste ich ihm antworten: Eindeutig ja, aber viele Operateure werden das sicherlich schon in zwei Jahren praktizieren.“

Das modulare Design und die OpenArchitecture™ von Leica Microsystems Operationsmikroskopen erlauben einfache Upgrades und die Integration in digitale Bild- und Datensysteme. Die TrueVision 3D-Technologie lässt sich zudem an zukünftige Surgical Guidance Applications anpassen.

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