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Leica Microsystems zeigt ein Lichtblatt-Modul für sein Konfokalmikroskop für schonende und schnelle Aufnahmen lebender Organismen

Mannheim. Auf der Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft für Zellbiologie (ASCB) in Philadelphia, USA, vom 6.-10. Dezember, gibt Leica Microsystems den Besuchern eine Vorschau auf die neueste Entwicklung: ein Lichtblatt-Modul für das Leica TCS SP8 Konfokalsystem, eine optionale Erweiterung, mit dem sich Organismen bei ihrer Entwicklung in Echtzeit und 3D beobachten lassen. Diese Synergie von Lichtblatt- und Konfokalmikroskopie eröffnet neue Anwendungsmöglichkeiten.

Lichtblattmikroskopie (Light Sheet Microscopy) ist eine besonders schonende Methode, um lichtempfindliche Proben aufzunehmen und sehr schnelle biologische Prozesse in lebenden Organismen zu beobachten, weil das Objekt nur in einer einzelnen Ebene belichtet wird. Dies reduziert phototoxische Effekte und schützt die Probe. Indem die Probe durch das Lichtblatt bewegt wird, können dreidimensionale Strukturen abgebildet werden. Eine Hochgeschwindigkeitskamera ermöglicht es außerdem, schnelle zelluläre Prozesse aufzunehmen. Lichtblattmikroskopie ist besonders für Anwendungen in der Entwicklungsbiologie geeignet.

Lichtblattmikroskopie erfordert normalerweise einen besonderen optischen Aufbau auf einem speziellen System, bei dem die Beleuchtungs- und Detektionsobjektive rechtwinklig zueinander stehen. Das neue Lichtblattmodul von Leica Microsystems nutzt einen einzigartigen Spiegel, der das Lichtblatt in einem 90°-Winkel ablenkt. Dadurch können der Beleuchtungs- und Detektionsstrahlengang für das Lichtblatt in die vertikale Achse eines inversen Leica TCS SP8 integriert werden, ohne dessen konfokale Funktionen zu beinträchtigen. Durch die Kombination von Lichtblatt- und Konfokalmikropskopie können Nutzer mit ihren Proben in vertrauter Weise umgehen und konfokale Methoden der Photomanipulation einfach mit Lichtblattexperimenten kombinieren.

Das Lichtblattmodul ist vollständig in die modulare Imaging-Plattform Leica TCS SP8 integriert und erweitert deren Möglichkeiten der Bildaufnahme. Jedes inverse Leica TCS SP8 lässt sich zu einem Lichtblattmikroskop aufrüsten. Das System kann genau auf die Bedürfnisse der Anwender zugeschnitten werden, indem zusätzliche Funktionen wie STED-Höchstlauflösung, Multiphotonenmikroskopie oder quantitative Bildgebungsverfahren bei Bedarf jederzeit hinzugefügt werden können.

Weitere Innovationen für die Konfokalmikroskopie von Leica Microsystems werden bei der Jahrestagung der ASCB in Philadelphia an Stand 801 gezeigt: Besucher können auch einen gepulsten STED-Laser mit 775 nm Wellenlänge sehen, der Auflösungen unter 30 nm erreicht sowie den neuen universellen Hybriddetektor für quantitatives FCS , FLIM, FLCS und hochempfindliches Imaging.

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