„Microscopy Today 2014 Innovation Award“ für das Höchstauflösungsmikroskop Leica SR GSD 3D von Leica Microsystems

Wetzlar, Deutschland. Das Höchstauflösungsmikroskop Leica SR GSD 3D von Leica Microsystems erhielt am 6. August 2014 den „Microscopy Today 2014 Innovation Award“ für seine Fähigkeit, dreidimensionale höchstaufgelöste Bilder aufzunehmen. Microscopy Today ist die Fachzeitschrift der Microscopy Society of America und honoriert jährlich die zehn einflussreichsten Neuerungen in der Mikroskopie-Branche. Seit seiner Markteinführung im Jahr 2011 wurde das GSDIM/dSTORM-basierte System Leica SR GSD sowie sein Nachfolger Leica SR GSD 3D bereits mehrmals ausgezeichnet. Zu den Preisen zählen die „Top Ten Innovations Awards” der Zeitschrift The Scientist Magazine in den Jahren 2011 und 2013 und der „R&D 100 Award 2012“. Die diesjährige Auszeichnung mit dem „Microscopy Today 2014 Innovation Award“ fällt in das Jubiläumsjahr, in dem Leica Microsystems zehn Jahre führende Innovationen in der Höchstauflösungsmikroskopie feiert.

„Wir sind sehr stolz darauf, den Microscopy Today 2014 Innovation Award zu erhalten“, kommentiert Leica Microsystems Produktmanager Peter Laskey. „Dies zeigt, wie wichtig die neue 3D-Funktion für Wissenschaftler ist, um dreidimensionale zelluläre Strukturen unter sehr naturgetreuen Bedingungen zu studieren. Durch den Einsatz gängiger Fluoreszenzfarbstoffe und die einfache Bedienung des Mikroskops lassen sich 3D-GSDIM/dSTORM-Bilder innerhalb weniger Minuten aufnehmen.“

Das Leica SR GSD 3D mit seiner Funktion, dreidimensionale höchstaufgelöste Bilder aufzunehmen, wurde im Jahr 2013 eingeführt und erzielt eine axiale Auflösung von 50 nm sowie eine laterale Auflösung von 20 nm. Diese Technologie eröffnet neue Möglichkeiten für Zellbiologen, die Organisation und das Verhalten subzellulärer Strukturen mit Auflösungen unterhalb der Beugungsgrenze in 3D zu beobachten. Viele dieser Strukturen sind zu klein, um mit konventionellen Mikroskopen aufgelöst zu werden, wodurch wichtige Informationen verborgen bleiben. Höchstauflösungsmikroskope wiederum können zuvor nicht sichtbare Details mit einer bis zu zehnmal höheren Auflösung darstellen. Der Vorgänger des Leica SR GSD 3D, das Leica SR GSD, verbesserte bereits die x/y-Auflösung, konnte allerdings in z-Richtung keinen Auflösungsgewinn erzielen. Das Leica SR GSD 3D überwindet diese Einschränkung, indem es einen Astigmatismus-Effekt nutzt. Dieser optische Ansatz ermöglicht es, zusätzliche Information im Höchstauflösungsbereich zu erfassen, mit der die z-Position einzelner Moleküle und damit ihre 3D-Koordinaten bestimmt werden können.

Derzeit kann Leica Microsystems auf zehn Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Höchstauflösungsmikroskopie zurückblicken. Nach der Einführung des Leica TCS 4Pi im Jahre 2004 brachte Leica Microsystems zwei weitere Höchstauflösungstechniken zur Marktreife, die beide am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen von Professor Stefan Hell entwickelt wurden. Zum einen handelt es sich dabei um eine konfokale Lösung, die auf dem Prinzip der „Stimulated Emission Depletion“ (STED) basiert. Auf der anderen Seite steht der Weitfeld-basierte Ansatz, der sich die Technologie der „Ground State Depletion Microscopy Followed by Individual Molecule Return“ (GSDIM) zunutze macht. Auf letzterer Technik basiert das preisgekrönte Leica SR GSD 3D. Erst die enge Zusammenarbeit mit Anwendern aus der Wissenschaft hat es Leica Microsystems ermöglicht, die Höchstauflösungssysteme kommerziell nutzbar zu machen, und nun zehn Jahre Innovationen auf diesem Gebiet mit dem Slogan „Vive La Résolution!“ zu feiern.

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