Neue benutzerfreundliche Software-Plattform für Bildgebung und Analyse in den Biowissenschaften

Wetzlar, Deutschland. Mit der Leica Application Suite X (LAS X) führt Leica Microsystems eine neue, leicht zu bedienende Bildgebungs- und Analyse-Software für Biowissenschaften ein. Während das bewährte workflow-basierte Prinzip des Vorgängers LAS AF beibehalten wurde, bietet die LAS X viele Neuerungen für die mikroskopische Bildaufnahme, deren Bearbeitung und Analyse. So führt die LAS X Wissenschaftler intuitiv durch die Akquise, Speicherung und Bewertung von Bildern lebender Zellen und bewahrt dabei ein Höchstmaß an Reproduzierbarkeit, da sie benutzerspezifische Einstellungen speichern kann. Die für sowohl Weitfeld- als auch für Konfokal- und Höchstauflösungsmikroskope entwickelte Plattform ist in einer Basisversion namens LAS X Core erhältlich, die viele Funktionen mitbringt.

Für spezielle Anwendungen wie zum Beispiel High-Content-Screening, FRET, FRAP, multidimensionale Analysen, Kolokalisierung oder Messungen können zusätzliche Module implementiert werden. Damit Weitfeld-Systeme noch leichter zu bedienen sind, steht ein Easy Operation Mode zur Verfügung, mit dessen Hilfe Wissenschaftler sich eine auf sie zugeschnittene Benutzerumgebung schaffen können. Konfokalmikroskop-Nutzern hilft der neue Dye Assistant dabei, die korrekten Aufnahmeeinstellungen durch das bloße Eingeben der benutzten Fluoreszenzmarker zu finden.

Produktmanager Markus Schechter erklärt: „Während der Entwicklung der neuen Software-Plattform LAS X lag ein starker Fokus auf der Bedienerfreundlichkeit. Hierfür haben wir die den Nutzern geläufigen Arbeitsabläufe in unsere Software übertragen und entwickeln damit unseren bereits in der LAS AF bewährten workflow-basierten Ansatz weiter.“ Produktmanagerin Petra Haas fügt hinzu: „Unsere Software soll die Arbeit der Forscher erleichtern. Die entsprechenden Abläufe werden in handliche Stücke aufgeteilt, sodass man Experimente sehr einfach aufbauen kann. Das ist die Philosophie der LAS X.“

Der 3D- und der 2D-Bildanalyse-Wizard ermöglichen eine reproduzierbare Ergebnisanalyse multidimensionaler Datensätze. Die Benutzer werden dazu schrittweise durch einen Workflow geführt, der angefangen bei der Benutzung diverser Filter über das Setzen von Schwellenwerten, sowie Binärbildbearbeitung bis hin zu Messungen und Klassifizierung ein breites Spektrum an Funktionen abdeckt. Die Analyse verschiedener Kanäle kann kombiniert werden, um objektspezifische Daten zu erlangen. Ein Beispiel dafür ist der Gebrauch einer binären Referenzmaske, um etwa die Anzahl bestimmter Leuchtpunkte in unterschiedlichen Zellkernen zu bestimmen. Mit Hilfe des 2D-Analyse-Wizards können Tracking-Experimente durchgeführt und Bildanalyseprotokolle mit ImageJ-Makros kombiniert werden. Um Zeit zu sparen, können wiederholt anzuwendende Analyseprotokolle gespeichert und auf mehrere Experimente angewandt werden. Die Analyseergebnisse selbst werden innerhalb des LAS X Experimentes gespeichert oder können zur weiteren Untersuchung in Excel exportiert werden. Die LAS X Messfunktionen können Parameter wie Distanzen, Flächen, Volumina, Winkel und viele mehr bestimmen und dokumentieren.

Zur optimalen Unterstützung von Lebendzellbeobachtungen ist sowohl die hardware-basierte adaptive Fokuskontrolle (Adaptive Focus Control, AFC), als auch der software-basierte Autofokus in die LAS X integrierbar. Umgebungsbedingungen wie Temperatur, CO2- und O2-Konzentration können über das Modul Environment Control gesteuert und dokumentiert werden. Im Fall von Langzeit-Bildrafferaufnahmen und Screening-Experimenten kompensiert die software-gesteuerte Wasser-Immersionsversorgung (Leica Immersion Micro Dispenser) den Immersionsmedium-Verlust, während der motorisierte Korrekturring (Leica MotCorr) für eine automatische optische Korrekturanpassung sorgt. Über das Modul Mobile Connection können sich Nutzer der LAS X via Web Client oder ein mobiles Gerät, wie Tablet-PC, mit der Aufnahmestation verbinden und den Verlauf ihres Experiments beobachten. Außerdem lassen sich Experimente mit diesem Modul aus der Ferne starten, anhalten oder beenden sowie bereits durchgeführte Experimente öffnen.

Die Basisversion LAS X Core beinhaltet Funktionen wie die Mikroskopkontrolle, volle Bildbetrachtungsmöglichkeiten, diverse Bearbeitungs- und Quantifizierungswerkzeuge, Filmexport, die Möglichkeit Bildaufnahmeparameter erneut zu benutzen und viele mehr.

Um das volle Potential an LAS X Funktionen kennenzulernen, sind sämtliche Module in einer 30-Tage-Testversion verfügbar. Des Weiteren steht eine kostenlose Offline-Version der LAS X Core zum Download bereit, die Bildbetrachtung und -bearbeitung auch abseits des Mikroskoparbeitsplatzes ermöglicht.