Dieses gleichzeitig spektrale (grau) und mit dem TauSense Modus TauContrast (farbig) gewonnene konfokale Bild macht den Lebenszeitkontrast deutlich. Wurzel-Hypokotyl-Übergang von Arabidopsis thaliana (Era et al. Plant Cell Physiol., 2009). Chlorophyll, Life-Act Venus, IProp. Probe mit freundlicher Genehmigung: Dr. Krebs, COS, Universität HeidelbergDieses gleichzeitig spektrale (grau) und mit dem TauSense Modus TauContrast (farbig) gewonnene konfokale Bild macht den Lebenszeitkontrast deutlich. Wurzel-Hypokotyl-Übergang von Arabidopsis thaliana (Era et al. Plant Cell Physiol., 2009). Chlorophyll, Life-Act Venus, IProp. Probe mit freundlicher Genehmigung: Dr. Krebs, COS, Universität Heidelberg

Neue Plattform von Leica erweitert die konfokale Bildgebung um eine zusätzliche Dimension an Informationen

Mannheim, Deutschland, 28. April 2020. — Der weltweit führende Entwickler und Hersteller von Mikroskopen und wissenschaftlichen Instrumenten, Leica Microsystems, hat die Markteinführung seiner neuen Flaggschiff-Plattform für konfokale Mikroskopie, STELLARIS, bekannt gegeben. Die Plattform wird die Möglichkeiten von Wissenschaftlern erheblich erweitern, dreidimensionale Aufnahmen von lebenden Zellen und Geweben zu erstellen.

Dank der optimierten Bildgebungsleistung eröffnet die neue konfokale Plattform Forschern die Möglichkeit mehr zu sehen sowie genauere und zuverlässigere Daten zu sammeln, um damit Hypothesen präzise zu beweisen. Die Kombination der einzigartigen neuen Power-HyD-Detektoren, des Weißlichtlasers und der hochentwickelten Software liefert eine höhere Signalstärke und damit kontrastreichere Bilder mit verblüffend mehr Details. Diese liefern Daten, die Wissenschaftlern helfen Prozesse im Inneren von Zellen zu entschlüsseln - entscheidend für die Forschung in Bereichen wie Krebs und Neurowissenschaften.

Über die herkömmliche Bildgebung auf Basis der Intensität hinaus erlaubt STELLARIS bei jedem Experiment den Zugang zu lebenszeitbasierten Informationen auf Basis der einzigartigen TauSense Bildgebungsmodi. Diese eröffnen Wissenschaftlern die Möglichkeit, mehr zu entdecken und ergänzen eine Vielzahl neuer Wege, um die Funktion von Molekülen im zellulären Kontext zu erforschen. Ein Beispiel ist die Trennung von Fluorophoren, deren Emissionen im sichtbaren Spektrum sich weitgehend überlappen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich durch die Nutzung lebenszeitbasierter Informationen die gleichzeitig effektiv nutzbaren Detektionskanäle erweitern lassen. Dabei erfordert der Zugang zu diesen fortschrittlichen Bildgebungsinformationen nur einen Klick. Die neue intelligente Benutzeroberfläche ImageCompass sorgt dafür, dass Wissenschaftler die Produktivität erfahren, mehr zu tun, da das Einrichten selbst komplexer Experimente nun viel einfacher und intuitiver ist als je zuvor.

Christine Munz, Vice President Life Science von Leica Microsystems sagt: “STELLARIS eröffnet Anwendern das Potenzial mehr zu entdecken, indem es eine Vielzahl neuer wissenschaftlicher Untersuchungen eröffnet - dank völliger spektraler Freiheit in Kombination mit lebenszeitbasierten Modi. Wissenschaftler auf allen Erfahrungsebenen profitieren von den erweiterten Informationen in der Bildgebung von Experimenten, um genauere und zuverlässigere Daten zu sammeln.”

Markus Lusser, President von Leica Microsystems, fügt hinzu: “Unsere Mission in der Mikroskopie ist es, Kunden in die Lage zu versetzen, den Fortschritt in der Wissenschaft voranzutreiben. Damit sie der Wahrheit näherkommen können, haben wir das Konfokalmikroskop neu definiert. STELLARIS bietet zusätzliche Informationen, die in herkömmlichen konfokalen Systemen schlicht nicht verfügbar sind. Der Zugang zu erweiterten funktionalen Informationen ist unmittelbar, ohne erst komplexe, fortgeschrittene Techniken erlernen zu müssen. Diese Entwicklung wird die konfokale Mikroskopie einer viel breiteren Gruppe von Wissenschaftlern und Forschern zugänglich machen, die Produktivität steigern und neue bahnbrechende Entdeckungen in Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt ermöglichen.”

STELLARIS bietet im Vergleich zu bisher am Markt erhältlichen konfokalen Systemen signifikante Verbesserungen. Die erhöhte Empfindlichkeit im blau-grünen Spektralbereich (PDE > 55 %) senkt die Nachweisgrenze und erhöht den Dynamikumfang für die am häufigsten verwendeten Fluorophore. Im erweiterten Detektionsbereichs im Nahen Infrarot (NIR) kann der Dynamikumfang im Vergleich zu den derzeit modernsten Detektoren um bis zu 67 % gesteigert werden. Die Erweiterung der effektiven Nutzung auf den NIR bietet zusätzliche Freiheiten bei der Auswahl der Farbstoffe und erlaubt es bis zu drei zusätzliche Farben zu verwenden. Für die neue Detektorgeneration kombiniert Leica seine bewährte spektralen Detektionstechnologie und einen neu konzipierten Strahlengang mit maximaler Transmissionseffizienz. Zusammen ergibt sich eine effiziente Signalerfassung, bei der es für exzellente Bilder genügt, wertvolle Proben nur wenig Licht auszusetzen. Die "sanfte" Aufnahme von lebenden Zellen bewahrt die Intaktheit der Proben und verbessert die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse.

Die integrierte TauSense Technologie bietet verschiedene innovative, auf Fluoreszenzlebensdauer basierende Bildgebungsmodi, ohne dass zusätzliche dedizierte Hardware erforderlich ist. Damit können Wissenschaftler beispielsweise zwischen spezifischen Fluoreszenzsignalen und unerwünschter Autofluoreszenz unterscheiden, um die Bildqualität zu steigern und Fluorophore trennen, die durch spektrale Entmischung zuvor nicht getrennt werden konnten.

STELLARIS ersetzt die SP8-Plattform von Leica Microsystems auf Basis von zwei neuen Hauptsystemen: STELLARIS 5 und das erweiterbare STELLARIS 8.

Related Images

Dieses gleichzeitig spektrale (grau) und mit dem TauSense Modus TauContrast (farbig) gewonnene konfokale Bild macht den Lebenszeitkontrast deutlich. Wurzel-Hypokotyl-Übergang von Arabidopsis thaliana (Era et al. Plant Cell Physiol., 2009). Chlorophyll, Life-Act Venus, IProp. Probe mit freundlicher Genehmigung: Dr. Krebs, COS, Universität Heidelberg
Das System STELLARIS 5 ist Teil der neuen konfokalen Mikroskopie-Plattform STELLARIS von Leica Microsystems.

Related Files