Thermo Fisher und Leica entwickeln gemeinsam integrierte Kryo-Tomographie-Workflow-Lösung

WALTHAM, Mass. und WETZLAR, Deutschland, 27. April 2018 - Thermo Fisher Scientific und Leica Microsystems haben heute die Kooperation zur Entwicklung eines integrierten und umfassenden Kryo-Tomographie-Workflows für Biowissenschaften bekanntgegeben. Die Hard- und Softwarelösung soll Lichtmikroskope von Leica nahtlos mit Kryo-Elektronenmikroskopen von Thermo Fisher kombinieren. So wird Forschern und Wissenschaftlern ein schnellerer und besserer Einblick in Krankheitsmechanismen ermöglicht, um die Entdeckung wissenschaftlicher Erkenntnisse zu beschleunigen. 

"Durch die Kombination der Erfahrung und Kompetenz unserer jeweiligen Unternehmen soll der Kryo-Tomographie-Workflow unseren Kunden eine verbesserte Benutzerfreundlichkeit und Zuverlässigkeit bieten", sagt Rob Krueger, Vice President und General Manager, Life Sciences, Thermo Fisher. "Die Kombination der supramolekularen Struktur, die Wissenschaftler aus der Lichtmikroskopie erhalten, mit der hochaufgelösten Perspektive der Elektronenmikroskopie schafft den strukturellen Rahmen für einen tieferen Einblick in biologische Prozesse.“

Um die Komplexität molekularer Maschinen zu verstehen, ist es wichtig, sie sowohl mit Hilfe der Licht- als auch der Elektronenmikroskopie zu untersuchen. Der integrierte Ansatz ermöglicht es den Forschern, verglaste Proben sicher von einem Kryo-Lichtmikroskop auf ein Kryo-Elektronenmikroskop zu übertragen. Darüber hinaus wird der neue Kryo-Tomographie-Workflow so ausgelegt sein, dass ein vollständiger Datentransfer vom Licht- zum Elektronenmikroskop möglich ist und der Anwender mit Hilfe spezifischer Koordinaten im Elektronenmikroskop einfach zur gewünschten Proteinstruktur navigieren kann. Dies gewährleistet einen umfassenden Einblick in die Architektur der Makromoleküle. 

"Unsere Kunden haben nach einer integrierten und zuverlässigen Lösung für die Korrelation zwischen licht- und elektronenmikroskopischen Daten, den so genannten CLEM-Ansätzen, gefragt", sagt Markus Lusser, Präsident von Leica Microsystems. "Die durch Lichtmikroskope gewonnenen Erkenntnisse über die Zelldynamik können auf einfache Weise mit dem Strukturwissen der Elektronenmikroskope kombiniert werden. Diese Entwicklung wird die Erforschung und das Verständnis ungelöster Fragen über zelluläre Mechanismen, die die derzeit fehlenden Bindeglieder bei der Behandlung menschlicher Krankheiten sind, fördern.“  

Weitere Informationen über den umfassenden Kryo-Tomographie-Workflow für Life Sciences finden Sie unter thermofisher.com/cryo-tomography oder leica-microsystems.com/cryo-tomography.

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