Rekrutierung von Neutrophilen bei bakteriellen Infektionen

Das Zebrafish-Modell hat sich zu einem wichtigen Mittel für die Untersuchung der Zellbiologie von Infektionen und für das therapeutische Potenzial der Konzentration auf das Cytoskelett in-vivo entwickelt. So lässt sich eine exzellente Plattform für in-vivo-Studien realisieren, sowohl auf Einzelzell-Ebene als auch im Hinblick auf das gesamte Tier. 

Die Methode für die Untersuchung der Zellbiologie von Infektionen am Zebrafisch entstand im Labor von Serge Mostowy, einem Wellcome Trust Senior Research Fellow am MRC CMBI, Imperial College London. Die veröffentlichte Ergebnisse sind sowohl für Zellbiologen als auch für Infektionsbiologen von enormem Interesse. 

Eine kürzlich durchgeführte in-vivo-Studie, bei der die Rekrutierung von Neutrophilen (weiße Blutzellen) an einer bakteriellen Infektionsstelle im Hinterhirn-Ventrikel des Zebrabfisch (d.rerio) demonstriert wurde, wurde im Science Lab auf der Website von Leica Microsystems veröffentlicht. Mit Fluoreszenzmikroskopen von Leica wurden Neutrophile, die GFP (grün fluoreszierendes Protein) exprimieren, und Bakterien (Shigella Flexneri oder Mycobacterium Marinum), die mCherry (rot fluoreszierendes Protein) exprimieren, dargestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Neutrophilen des Zebrafisch signifikant an s. flexneri rekrutiert werden, m. marinum aber die Erkennung größtenteils verhindert. 

Weitere Details dazu sind im diesem Bericht nachzulesen:

Real Time Observation of Neutrophil White Blood Cell Recruitment to Bacterial Infection In Vivo: A Fluorescence Microscopy Study Using Zebrafish Larvae as the Model Organism

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