Mehr Vielseitigkeit für Ihre Forschung

Durch die Ergänzung Ihres STELLARIS 5- oder STELLARIS 8-Systems mit dem DLS wird Ihre Forschung vielseitiger, so dass Sie verschiedene Probenarten problemlos in drei Dimensionen mit einfacher Probenhandhabung sowie mit Multipositionsexperimenten abbilden können.

Das DLS-Modul wurde entwickelt, um Ihre Bildgebungsanwendungen für lebende Zellen zu verbessern durch die Schonung der Zellen dank der Beleuchtung in einer Ebene und die schnelle Bildgebung mit einer sCMOS-Kamera. Zusätzlich zu lebenden Proben ermöglicht DLS auch die Abbildung von geklärten Proben, wodurch mehr Flexibilität beim Erreichen Ihrer Forschungsziele geboten wird.

Die vertikale Drehung: Wie wird das Lichtblatt zum Konfokalmikroskop gebracht?

Lichtblattmikroskopie erfordert in der Regel einen speziellen optischen Aufbau in einem unabhängigen System, in dem die Beleuchtung und das Abbildungsobjektiv senkrecht zueinander stehen. DLS macht die Lichtblattmikroskopie leichter zugänglich. Der einzigartige TwinFlect-Spiegel lenkt das Beleuchtungslichtblatt in einem Winkel von 90 Grad um. Diese Verbesserung ermöglicht die Integration des Beleuchtungs- und Detektionsstrahlengangs in die vertikale Achse jedes STELLARIS-Systems mit inversem Mikroskopstativ. All diese Verbesserungen bedeuten jedoch keine Einbußen bei der konfokalen Funktionalität.

Geringe Phototoxizität und Probenabbildung in 3D: Entwicklung von Drosophila melanogaster über sechs Stunden. Sonde: Lichtempfindliches RFP. 3D-Wiedergabe. 150 µm z-Stapel, 30 Sek./Stapel.

Langzeitbeobachtungen durchführen und dokumentieren

Für Bildgebung ist Licht erforderlich, aber zu viel Licht kann Ihre Zellen beschädigen. Lichtblattmikroskopie ist die bislang schonendste Methode der Bildgebung, da sie den Gesamtschaden durch Phototoxizität und Bleichen reduziert. Dies erhöht automatisch die Lebensfähigkeit Ihrer Probe. Besonders die Entwicklungsbiologie profitiert von der Lichtblatt-Bildgebung. Die Kombination aus geringer Lichteinstrahlung und Hochgeschwindigkeitserfassung ermöglicht es Ihnen, empfindliche, sich entwickelnde Organismen wie einen Drosophila-Embryo über einen langen Zeitraum zu verfolgen und zu erkennen, wie sich Gewebe und Organe in Echtzeit und in 3D bilden.

Prinzip der Lichtblatt-Bildgebung

Lichtblattmikroskopie eignet sich hervorragend zur Bildgebung bei empfindlichen Proben oder schnellen biologischen Prozessen, indem die Probe nur in einer einzigen Ebene beleuchtet wird.

Da es keine Anregung im Unschärfebereich gibt, können phototoxische Effekte auf die Fokusebene reduziert werden. Wenn Sie die Probe durch das Lichtblatt bewegen, erhalten Sie automatisch optische Schnitte und können Proben in 3D abbilden.

Hochgeschwindigkeits-Bildgebung: Schlagendes Zebrafischherz, transgene Linie flik1:: EGFP. Nachträgliche Ausrichtung xytz-Aufnahme. Aufnahmegeschwindigkeit: 120 Bilder/Sekunde. Mit freundlicher Genehmigung von Emily Steed, Vermot Lab, IGBMC Straßburg, Frankreich.

Schnelle Bildaufnahme mit hervorragender Auflösung

Schnelle und periodische biologische Prozesse in 3D über einen längeren Zeitraum zu beobachten, wie das Schlagen eines Zebrafischherzens, kann ohne die richtige Bildgeschwindigkeit und Auflösung eine Herausforderung darstellen. Mit dem DLS-Modul haben Sie die Wahl zwischen zwei hochmodernen sCMOS-Kameras für eine schnelle Bilderfassung mit ausgezeichneter Auflösung, die beide vollständig in den LAS X LightSheet Assistenten integriert sind.

7,5 Stunden Zeitrafferaufzeichnung eines in 3D kultivierten Brustepithel-Mikrosphäroids. Daten mit freundlicher Genehmigung der Arbeitsgruppe für intelligente Bildgebung (B. Eismann/C. Conrad) bei BioQuant/DKFZ Heidelberg.

3D-Zellkulturen erforschen, mehrere Positionen gleichzeitig

Die effektive Abbildung von 3D-Zellkulturen wie Organoiden oder Sphäroiden stellt aufgrund ihres großen Volumens neue Herausforderungen. Organoide können fixiert, mit Immunfluoreszenz markiert und dann nach Clearingverfahrenen abgebildet werden oder auch lebend zur Untersuchung dynamischer Prozesse. Die Untersuchung dieser Proben mit DLS ist dank festgelegter Workflows einfach und liefert aussagekräftige Informationen über zelluläre und molekulare Prozesse. DLS eignet sich hervorragend, um die Anforderungen sowohl bei geklärten als auch bei lebenden Proben zu erfüllen und bietet Ihnen den Vorteil, 3D-Zellkulturen zu untersuchen, die im Vergleich zu 2D-Zellkulturen mit adhaerenten Zellen physiologisch relevantere Bedingungen bieten.

Entdecken Sie den kompletten Arbeitsablauf in der 3D-Zellbiologie  mit digitaler Lichtblattmikroskopie.

Ein Lichtblattsystem für lebende und geklärte Proben

Die Mikroskopie tief im Gewebe ist aufgrund der Opazität biologischer Gewebe schwierig. Hier kommt die ständig wachsende Anzahl von Protokollen zum Clearing zur Hilfe, die für viele Bildgebungssysteme jedoch eine Herausforderung darstellen können.

Das DLS-Modul liefert nicht nur hervorragende Ergebnisse bei lebenden Proben, sondern kann auch Proben abbilden, die verschiedenen Clearingsverfahren unterzogen wurden. Mit DLS können Sie zwischen mehreren Detektionsobjektiven und Probenhaltern wählen, die die Visualisierung struktureller Details in geklärten Geweben und Organismen ermöglichen.

Videoaufnahmebedingungen:

  • Detektionsobjektiv HC APO L10x/0,30 W DLS
  • Bildgröße: 1,39 mm x 2,04 mm (2 x 3 Fliesen)​
  • Z-Stapel: 1,5 mm Dicke (2um-Schrittgröße, 745 Rahmen)​
  • Erfassungszeit: 5 min 37 sec​
  • Erregung: 514 nm
  • Emission: LP514 nm Langpass, 6 ms Belichtungszeit​

Zerebralkortex und Hippocampus des Thy1-YFP-H Hirnschnitts einer erwachsenen Maus mit SeeDB2G geklärt. Bilder mit freundlicher Genehmigung von Dr. Meng-Tsen Ke und Dr. Takeshi Imai, RIKEN Center, Kobe, Japan.

Dieses Beispiel zeigt den Vorteil von Konfokal in Kombination mit DLS. Ein transgener Zebrafisch-Embryo wurde markiert, um Makrophagen sichtbar zu machen, die an Immunreaktionen beteiligt sind. Um ihr Verhalten beim Verwunden zu untersuchen, wurde ein konfokaler Laser verwendet, um eine Wunde (Pfeil) zu erzeugen; anschließend wurde ein Zeitraffervideo aufgezeichnet. Das Video zeigt die dynamische Reaktion der aktivierten Zellen, die nun zur Wunde wandern und den Heilungsprozess auslösen. In diesem Fall ermöglicht die Umstellung auf DLS eine schonende Abbildung der lebenden Zellen des Zebrafischs. 

Profitieren Sie von vielen zusätzlichen Anwendungen

Unser Lichtblattmodul ist mehr als nur eine funktionale Ergänzung zu Ihrem Konfokalmikroskop. STELLARIS und DLS bilden Synergien sich, um die Möglichkeiten Ihrer Forschung zu erweitern. So können Sie beispielsweise Ihre Proben mit der Konfokaltechnologie bearbeiten (Photomanipulation) und anschließend mit DLS abbilden.

Dazu wechseln Sie einfach in der LAS X Software zwischen Konfokal- und Lichtblattmodus. Auf diese Weise werden Photokonversions- oder Verwundungsexperimente mit anschließenden schonenden Langzeitbeobachtungen einfach und bequem.

Vertraute Probenvorbereitung

Durch die vertikale Versuchsanordnung von DLS können Sie Ihre gewohnte Probenvorbereitung beibehalten. Die Proben werden in handelsübliche Petrischalen mit Glasboden eingesetzt und sind direkt zugänglich. Sie haben sogar die Möglichkeit, mehrere Proben in Experimenten mit mehreren Positionen zu screenen. Mithilfe der Ansteuerung eines motorischen Mikroskoptisches (xy) können mehrere Proben in einem Experiment abgebildet werden. Was ist die einzige Voraussetzung? Etwas Platz für die TwinFlect-Spiegel auf beiden Seiten der Probe.

Probenvorbereitung für DLS. Die Proben werden auf Petrischalen mit Glasboden in Agar eingebettet. Überschüssiger Agar muss entfernt werden, um Platz für den TwinFlect-Spiegel zu schaffen.

Zusätzliche Arbeitsmittel zur Probenhandhabung

Verwendung von U-förmigen Glaskapillaren zur Probenmontage

U-förmige Glaskapillaren sind in zwei verschiedenen Größen erhältlich. So passen sie zu verschiedenen TwinFlect-Spiegeln und dienen als optimales Gerüst zur Positionierung Ihrer Probe(n). 
Weitere Informationen

Verwendung einer Rotationsvorrichtung für die DLS-Probeneinbettung

Mit einem Brechungsindex von 1.338 werden FEP-Röhrchen häufig zum Einbetten von Proben verwendet, die sich in wässrigen Lösungen befinden. Um die Probe für die Bildgebung optimal auszurichten, wurde eine Rotationsvorrichtung zur Einstellung des Betrachtungswinkels entwickelt.
Weitere Informationen

Verwendung von Montagerahmen für die Probenvorbereitung

Die hier gezeigten Leica Halterahmen bieten einen großen Vorteil bei der Probenvorbereitung, die für die DLS-Bildgebung erforderlich ist: Sie ermöglichen die Präparation einer höheren Anzahl von Proben. Sie können zusammen mit potenziell schädlichen Reagenzien wie BABB (Benzylalkoholbenzylat) verwendet werden.
Weitere Informationen

Halterahmen-Set (Probenhalter rechteckig 24 x 50 mm + Probenhalter rund mit Durchmesser 30 mm)

Lichtblatt mit konfokalen Vorteilen

Durch die nahtlose Integration von DLS profitiert Ihre Lichtblattdarstellung von den technischen Innovationen Ihres STELLARIS Systems. 

Immer der richtige Laser

Alle sichtbaren Laser Ihres konfokalen STELLARIS sind bereit für die Lichtblattdarstellung. Mit den optionalen Diodenlaserlinien sowie den Weißlichtlasern der nächsten Generation von STELLARIS ist eine hohe Flexibilität bei der Auswahl der richtigen Farbe für Ihre Lichtblattexperimente möglich. Mit STELLARIS 8 können Sie jetzt sogar Nah-Infrarot-Farbstoffe abbilden.

Immer der richtige Scanner

Bei STELLARIS-Systemen, die mit einem Tandemscanner ausgestattet sind, können Sie  zwischen dem Resonanzscanner oder  dem Sichtfeldscanner (bei 1400Hz) wählen, um das gescannte Lichtblatt zu erzeugen. Die Erzeugung des Lichtblatts mit dem Resonanzscanner verkürzt die Pixelverweilzeiten, was für eine noch schonendere Bildgebung von Vorteil ist.

An Workflow angepasstes Softwaredesign

Die LAS X Software führt den Nutzer Schritt für Schritt durch die Datenaufzeichnung und -auswertung. Das an den Workflow angepasste Softwaredesign hilft Ihnen, das Gerät effizienter zu nutzen. Eine komfortable Kalibrierroutine definiert das Lichtblatt präzise.

Beidseitige Ausleuchtung der Probe ergibt sich aus dem Bauprinzip: Jeder der beiden gegenüberliegenden Spiegel des TwinFlect kann vom Scanner angesteuert werden, um Abschattungen zu vermeiden. Für gestochen scharfe Bilder mit großem Sehfeld können Sie die beiden Bilder über die Online- oder die Offline-Fusionsoption des Lichtblatt-Assistenten in der LAS X Software zusammenführen.

Passen Sie LAS X mit zusätzlichen Softwarepaketen an Ihre Anforderungen an. Das LAS X 3D-Visualisierungsmodul bietet neue Möglichkeiten zur Interaktion mit Ihren 3D-Daten durch intuitives Clipping, schnelle Wiedergabe und Stereoanzeige. Mit Mosaikaufnahmen (Tile Scan) können Sie große Flächen beobachten. Mit Mark & Find-Experimenten können Sie mehrere interessante Bereiche in einem Mehrpositions-Setup beobachten.

Überlegene Optik

Überlegene Objektive für ein breites Anwendungsspektrum haben den Ruf  von Leica Microsystems begründet. Das Herzstück unseres  Systems zum vertikalen Drehen des Lichtblatts bilden die Objektive und der TwinFlect Spiegel. 

Mit der Auswahl unterschiedlicher Beleuchtungsobjektive können Sie das Lichtblatt entsprechend den Anforderungen Ihrer Experimente gestalten.

Um  die feinsten Details abzubilden, ein größeres  Sichtfeld zu erreichen oder sich an den Brechungsindex Ihres Bildgebungsmediums anzupassen, können Sie aus einer wachsenden Anzahl von Optionen das optimale Detektionsobjektiv auswählen.

Objektiv Bildgebung lebender Zellen Löschreagenzien auf Zuckerbasis BAAB-Clearing-kompatibel
FLUOTAR L 25x/0,95 W  Ja Nein Nein
APO L 20x/0,5 W Ja Nein Nein
Fluotar L 16x/0,6 IMM Ja Ja Ja
APO L 10x/0.3 Ja Ja Nein
5x/0,15 IMM Ja Ja Ja

Bequeme Datenverarbeitung

Das Beobachten von Prozessen in 3D und über lange Zeiträume erzeugt viele Daten. Mehrere in die LAS X Software integrierte Tools helfen Ihnen, Ihre Daten bequem zu verwalten. Mit dem Online-Fusionstool haben Sie die Wahl, Rohdaten zu speichern oder Speicherplatz auf der Festplatte zu gewinnen, indem Sie nur das zusammengeführte Bild speichern.  Ihre Daten werden bei der Erfassung automatisch gespeichert. Das intelligente Laden erleichtert die Datenüberprüfung und ermöglicht Ihnen den direkten Zugriff auf die Zeitpunkte oder z-Stapel, die für große Zeitrafferdatensätze von Interesse sind. Sie können Ihre gewünschten Nachbearbeitungsschritte in einer Pipeline zusammenstellen, die automatisch abgearbeitet wird.

Optimale Umgebungsbedingungen

Eine softwaregesteuerte Klimakammer hält die für Ihre Proben optimalen Umgebungsbedingungen aufrecht. Mit dem LAS X Environmental Control Modul haben die Nutzer volle Kontrolle über die Versuchsbedingungen. Die protokollierten Umgebungsdaten können während des Experiments überwacht werden. Alle Umgebungsbedingungen können über eine Schnittstelle eingestellt werden, so dass Sie beispielsweise Temperaturprofile für Hitzeschock-Experimente ausführen können.

Wählen Sie zwischen einer Umweltkammer oder Inkubationslösungen auf dem Mikroskoptisch.

Interesse geweckt?

Sprechen Sie mit unseren Experten. Wir beantworten gerne alle Ihre Fragen und Anliegen.

Kontaktieren Sie uns

Wünschen Sie eine persönliche Beratung?


Eine detaillierte Liste aller Ansprechpartner finden Sie hier.