Was ist Lichtblattmikroskopie?
Die Lichtblattmikroskopie ist eine Bildgebungstechnik, bei der die Probe mithilfe eines dünnen Lichtblatts von der Seite her beleuchtet wird. Eine Kamera oder ein Detektor erfasst die emittierte Fluoreszenz. Dies ermöglicht eine schnelle, hochauflösende Bildgebung lebendiger volumetrischer Proben mit reduzierter Phototoxizität und Photobleichung.
Wann sollte die Lichtblatt-Bildgebung in Betracht gezogen werden?
Die Lichtblatt-Bildgebung eignet sich gut für dicke, empfindliche oder dynamische Proben wie sich entwickelnde Embryonen, Sphäroide oder Organoide. Andere Fluoreszenz-Bildgebungsverfahren bringen in der Regel höhere Lichtdosen ein. Dies kann die Probenreaktion beeinflussen und die Beobachtungszeit einschränken. Die nicht-invasive Vorgehensweise bei der Lichtblattbildgebung und die Möglichkeit, dabei 3D-Daten zu erfassen, sind vorteilhaft für langfristige Bildgebungsstudien.
Wofür werden Lichtblattmikroskope verwendet?
Lichtblattmikroskope werden zur Untersuchung verschiedener biologischer Prozesse in lebendigen Proben eingesetzt. Sie werden in der Entwicklungsbiologie zur Beobachtung der Embryogenese, in der Neurowissenschaft zur Verfolgung der neuronalen Aktivität und in der Zellbiologie zur Untersuchung dynamischer zellulärer Prozesse eingesetzt. Die Lichtblattmikroskopie ist auch in Bereichen wie der Arzneimittelentwicklung, Krebsforschung und dem Verständnis komplexer biologischer Systeme hilfreich.