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DVM6

Ein digitales Mikroskop ist ein optisches Mikroskop ohne Okulare, das für die Verwendung mit einer Kamera optimiert ist. Anstelle der Okulare nimmt bei einem digitalen Mikroskop eine Kamera Livebilder auf, die auf einem Bildschirm sichtbar sind.

Digitale Mikroskope sind für eine Vielzahl an technischen Anwendungen geeignet. Sie sind ideale Instrumente für die schnelle und einfache Bild-Dokumentation von Bauteilen und Proben in Produktion und Entwicklung, ebenso wie in der Montage, in der Qualitätssicherung und Fehleranalyse von Produktionsgütern.

Digitale Mikroskope sind optimiert für die schnelle Aufnahme von qualitativ hochwertigen Bildern kleiner Strukturen, beispielsweise in der Qualitätskontrolle, Fehleranalyse und Dokumentation.  Diese Bilder müssen kalibriert sein, das heißt, dass Distanzen innerhalb dieser Bilder als korrekte Messwerte in der vorgegebenen Einheit ausgegeben werden (z.B. mm oder µm). Geeignete Software ermöglicht die einfache Erstellung dieser Messungen direkt im Bild. Der Anwender kann die Aufnahme zusätzlich mit weiteren Anmerkungen versehen und in einem Standardformat für den späteren Gebrauch (für Berichte, Präsentationen, Veröffentlichungen, Diskussionen mit Kollegen)abspeichern.

Die Leica Application Suite Software (LAS) speichert automatisch präzise Kalibrierungsdaten, wie beispielsweise die Skalierung in x, y Richtung, und grundlegende Parameter wie Vergrößerung und die entsprechende Maßstabsskala direkt mit jedem Bild ab. Dieser Automatismus sorgt dafür, dass die nachfolgende Bildanalyse sehr präzise Mess- und Quantifizierungsdaten liefert.

Ja. Das Leica DVM6 bietet eine Livebildgeschwindigkeit von 30 Bildern pro Sekunde (frames per second, kurz fps) oder mehr und eine minimale Bildverzögerung von 0,2 Sekunden. Sie können die Probe verschieben und das Bild betrachten, wie Sie es von einem herkömmlichen Mikroskop mit Okularen gewohnt sind.

Keine Sorge – das Leica DVM6 verwendet PlanApo-korrigierte Objektivlinsen mit hohem Auflösungsvermögen (bezogen auf die numerische Apertur (NA) der Linse). Dadurch eignet sich das Leica DVM6 perfekt für die Aufgaben, für die es vorgesehen ist.

Nein. Das ist einer der größten Vorteile von Digitalmikroskopen: Sie können sofort das Bild am Bildschirm sehen und schnell entscheiden, ob es gut genug ist. Das Leica DVM6 unterstützt Sie noch weiter durch automatisches Definieren der besten Einstellungen und Anzeige von 6 verschiedenen Optionen am Bildschirm. Sie können mit einem Klick die Option auswählen, die ihre Anforderungen am besten erfüllt. Für Bildanalyse und Messungen stellt das Leica DVM6 viele Softwarefunktionen zur Verfügung, die Ihnen die Arbeit erleichtern. Ein Beispiel dafür ist die Möglichkeit, Bilder mit Messdaten in eine Berichtschablone zu exportieren.

Die Bedienung eines Digitalmikroskops ist einfacher als die eines herkömmlichen Mikroskops. Insbesondere unerfahrene Bediener können leichter und schneller Bilder einer Probe aufnehmen. Das liegt hauptsächlich daran, dass es einige Zeit in Anspruch nimmt, sich mit dem Einrichten und Einstellen des Mikroskops sowie dem Betrachten der Proben durch die Okulare vertraut zu machen.

Im Prinzip sind die Bilder gleich. Je nach Art der Digitalkamera und der Okulare können sich die Sichtfelder unterscheiden – es hängt also davon ab, mit welchem herkömmlichen Mikroskop Sie es vergleichen.

Allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied: Die Probenbetrachtung durch die Binokulare eines Stereomikroskops ermöglicht eine Tiefenwahrnehmung, die mit dem 2D-Bild eines Digitalmikroskops nicht direkt erzielbar ist. Zum Ausgleich erzeugt die Software Leica LAS X des Leica DVM6 topographische 3D-Bilder der Probe durch z-Stapelung. Beim Z-Stapeln werden Bilder in verschiedenen Fokusebenen über die gesamte Höhe einer Probenstruktur oder der gesamten Probe aufgenommen. Anschließend berechnet die Software automatisch eine 3D-Topographie der Probenoberflächenstruktur.

Nein, die Kamera ist integriert und nicht austauschbar.

  • Die 3 Objektive für das Leica DVM6 liefern einen Gesamtvergrößerungsbereich von 10x bis 1.760x
  • Der Objekttisch hat einen X-Y-Bereich von 70 x 50 mm
  • Der Tisch ist für Proben bis zu einem Gewicht von 2 kg geeignet
  • Das Mikroskop hat einen vertikalen Arbeitsabstand von bis zu 60 mm

Das ist sehr einfach. Das Leica DVM6 hat bei einem Objektiv einen großen Zoombereich von 16:1, aber es stehen drei verschiedene Objektive zur Auswahl. Wenn Sie feststellen, dass eine andere Vergrößerung erforderlich ist, können Sie das Objektiv einfach während der Arbeit austauschen.

Das Digitalmikroskop Leica DVM6 ist als echtes „Plug&Play“-Gerät sofort einsatzbereit. Die Bildaufnahme kann nach folgenden fünf einfachen Schritten beginnen:

  • Mikroskop und mitgelieferten Computer auspacken
  • Leica DVM6 an die Stromversorgung anschließen
  • Mikroskop und Computer mit einem USB-Kabel verbinden
  • Eine Objektivlinse einsetzen
  • Die Software Leica LAS X starten

Sie können kodierte Parameter und Einstellungen schnell und einfach abrufen, was besonders bei repetitiven Aufgaben wertvoll ist, bei denen es auf zuverlässige Bildanalyse und Reproduzierbarkeit für effiziente Arbeitsabläufe ankommt.

Ein Mikroskop ist „kodiert“, wenn seine Hardware direkt mit Computersoftware kommuniziert und somit spezifische Parameterwerte verfolgt und zusammen mit den Bilddaten gespeichert werden. Diese spezifischen Parameter sind definiert und werden deshalb als kodierte Parameterwerte bezeichnet. Beim Leica DVM6 umfassen die kodierten Parameter Objektiv-, Kamera- und Beleuchtungseinstellungen, die Probentischposition sowie den Drehwinkel (sowohl für die manuelle als auch für die motorisierte Bewegung!).

Das Leica DVM6 eignet sich wegen seiner integrierten intensiven Beleuchtung nicht besonders gut für biologische Proben. Diese Beleuchtung kann biologische Proben, die oft sensibel auf Temperaturschwankungen reagieren, stark erwärmen und zu erheblichen Veränderungen oder Schädigungen führen.

Das Leica DVM6 ist für die schnelle Aufnahme hochwertiger Bilder für Prüf- und Analysezwecke in der Qualitätskontrolle oder -sicherung (QC/QA), Fehleranalyse (FA) oder Forschung und Entwicklung (F&E) konzipiert. Bei den Proben handelt es sich meistens um Festkörper, die normalerweise aus Metalllegierungen, Keramik, Mineralien oder Polymeren bestehen. Das Spektrum erstreckt sich von kleineren, empfindlicheren Proben, wie Solarzellen, bis hin zu größeren, stabileren Proben, wie Wafern oder Produktteilen und -komponenten. Wenn Sie wissen möchten, ob das Leica DVM6 Ihre speziellen Anforderungen erfüllt, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf. Unsere Anwendungsspezialisten beantworten Ihre Fragen gerne.

Ja, Sie können schneller arbeiten, weil der Standardarbeitsablauf für die Fehleranalyse und Prüfung von Teilen oder Qualitätssicherung optimiert wurden. Ist eine Probe manuellen grob positioniert, können Sie sie mit einem Mausklick fein positionieren. Dadurch finden Sie eine relevante Stelle schneller. Der große Zoombereich von 16:1 hilft Ihnen, die Probe schnell und bequem im Detail zu untersuchen. Wenn Sie den Mikroskopkopf neigen und den Objekttisch drehen, bleibt die Probe fokussiert und innerhalb des Sichtfelds sowie an der optischen Achse ausgerichtet. Außerdem trägt die Software Leica LAS X dazu bei, Prozesse zu beschleunigen: Ein topographisches Bild der Probenoberfläche erhalten Sie über die z-Stapelfunktion mit einem einzigen Mausklick.